Tischtennisabteilung 2017 in Langenberg

Freitag, 11.08.2017 – Sonntag, 13.08.2017: Tischtennisabteilung des FCE in Langenberg

Bereits vor etwa zwei Jahren besuchte uns eine Gruppe der TT-Abteilung der Langenberger Sportgemeinschaft 1861/1906 e.V. hier in Bamberg.
Bei Kultur und Geselligkeit, die freilich auch ein Bierchen einschloss – wenigstens eines-, wurde damals schnell klar, dass man sich nicht nur in sportlicher Hinsicht bestens verstand.

Der Kontakt zu den Langenbergern resultiert übrigens aus dem entsprechenden Umzug unserer ehemaligen Sportkameradin Simone Opel und ihrem Einsatz für die beiden bisherigen Begegnungen.
Jedenfalls war unser Gegenbesuch längst überfällig, Simone nahm uns beim zwei Jahre zurückliegenden Wort und kontaktete den weiter organisierenden Peter Hartl von der TT-Abteilung unseres FCE, so dass man endlich gen Nordwesten aufbrach.

Langenberg sehen und …
… Domenic treffen.
Während Georg, Günter, Wolfram, Peter und Helmut mit dem Kleinbus des Vereins die etwa 440km lange und leider verregnete Strecke nach Langenberg fuhren, traf bald nach der offiziellen Begrüßung in Langenberg im Hotel „Zum deutschen Eck“ durch Jörg, der Abteilungsleiter Jörn in dieser Sache vertrat, unser derzeit in Köln bzw. Berlin angesiedelter Domenic via Bahn zu der illustren Gesellschaft aus vornehmlich fränkischen Bayern und bergländischen Nordrhein-Westfalen, die Mannschaft aus Bamberg war damit komplett. Wohl dem, der treue Vereinskameraden hat!
Angemerkt sei, dass das Hotel uns bei Zirbelholz und Co eine recht angenehme Unterkunft bot, der Wirt, ein gebürtiger Niederbayer aus dem Bayerischen Wald, und sein liebes „Weiberl“ ließen keine Sprachbarriere gelten, sondern stießen munt’re Plaudereien an – und dies bei Halbliterkrügen durchaus genießbaren Hopfentees.
„Pfundig halt!“

Langenberg ist …
… ein Stadtbezirk von Velbert im Kreis Mettmann im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Langenberg zählt etwa 16000 Einwohner, hat mittelalterlichen Hintergrund und liegt bei jeweils etwa 15km Entfernung zwischen Essen im Norden und Wuppertal im Süden.
Es beeindruckt v. a. mit der hochfrequent hügeligen, stark bewaldeten Landschaft des Bergischen Landes, die unserer „Fränkischen Schweiz“ ähnelt.
Grundlage für die Entwicklung des Ortes waren der Handel mit Waren aus Metall und Textilprodukten.

Unsere Langenberger Sportfreunde gaben sich große Mühe, uns ihre Heimat vorzustellen, und ließen sich auch durch den Regen, der bis Sonntagfrüh anhielt, nur wenig beeindrucken.
Eine Rundfahrt durch die Altstadt von Langenberg mit ihren vielen beeindruckenden Gebäulichkeiten, mit Schiefer gedeckte und verkleidete Häuser ließen ahnen, was sich im Boden des bergischen Landes befindet, nämlich Schiefer.
Im behaglich-vornehmen italienischen Restaurant in der „Villa Au“ ließ man sich am ersten Abend Speis‘ und Trank wohl munden, beim Philosophieren über Tischtennis, Gott und die Welt und bei ganz sicher absoluter Humorlosigkeit neigte sich der erste Tag dem Schlafe zu und gab den Träumen Raum.
Manch einer freilich schnarchte nur.

Der Samstag:

Nach einem guten Frühstück brachten uns die Langenberger Sportkameraden um 10 Uhr zur „Villa Hügel“, wo wir bei einer fachfraulichen Führung die beeindruckenden prachtbaulichen Hinterlassenschaften der Kruppschen Stahl-Dynastie bewunderten.
Danach folgte ein kleiner Spaziergang im Regen und eine Bootsfahrt über den Baldeneyer Stausee mit Käffchen und lockerer Plauderei. Über Bord ging glücklicherweise niemand, hinterher gesprungen wäre bei dem S…, äh, schlechten Wetter nämlich keiner.
Am Ziel unserer Bootsreise endlich mal wieder kulinarische Einkehr!
„Bottroper Schlemmerplatte“ war bei manchen angesagt.
Angesagt, angeknabbert!
Und die „manchen“ merkten: Erstens ist „schlemmern“ nicht gleich „schlemmern“, zweitens ist „Currywurst“ nicht gleich „Currywurst“, denn die Knappen im Ruhrgebiet nehmen dafür eine dicke Bratwurst, drittens weiß man nicht, wer nun die Frage stellt: „Wer hat´s erfunden?“
Derart verwirrt machte Helmut unserer blonden Bedienung ein Kompliment, das dazu führte, dass alle Jungfrauen – oder waren es doch nur junge Frauen? – in der Küche eingesperrt wurden: „Ihre blond-erotische Ausstrahlung!“
Immerhin kehrte man bei bester Laune auf ein kurzes Mittagsschläfchen ins Hotel zurück.

FC Eintracht Bamberg – Langenberger SG: 2 : 0
Daraufhin ging‘s zum Freundschaftsspiel Langenberg gegen Bamberg.
Die Langenberger waren in hervorragender Spiellaune und verbesserten ihr Ergebnis gegenüber der ersten Begegung in Bamberg. Vermutlich können sie mit einer nassen und kälteren Umgebung mehr anfangen als mit den tropischen Temperaturen, die im Hinspiel vor zwei Jahren in Bamberg herrschten. Oder war es damals doch der „taktische“ Besuch des „Schlenkerla“ zwei Stunden vor Spielbeginn?
Jedenfalls endete das Rückspiel in Langenberg mit einem knappen 9 : 6 für Bamberg.
Helmut gewann alles, also das Doppel und beide Einzel (der bescheidene Co-Autor Helmut).

Was überhaupt nicht zu erwarten war:
Sofort nach Spiel und Dusche ging es in die Kneipe nach Langenberg zum gemütlichen Beisammensein. „Weib und Wein und Gesang“, natürlich mit gutem Essen, kurz: die Stimmung war prächtig. Der Charme der anwesenden Damen überzeugte und man erging sich in Plauderei und Fröhlichkeit. Herzlich war die Verabschiedung kurz vor Mitternacht.

Der Sonntag …

  Schwebebahn Wupper
Mittag am Baldeneysee   Schwebebahn über der Wupper

… bescherte uns schon ungewohntes Wetter, die Sonne schien!
Und Einmaliges wurde uns geboten: Eine Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn! Zuvor besichtigen Peter und Domenic noch den Dom von Neviges, einem weiteren Stadtteil von Velbert.
Die etwa 10km lange Fahrt mit der Schwebebahn ist eine eindrucksvolle Angelegenheit, sie folgt einige Kilometer weit dem Fluss, und führt durch Straßenzüge eng an den Gebäuden vorbei und passiert auch moderne wie historische Handwerks- und Industriebetriebe.
Dabei waren wieder die hervorragenden Erklärungen unserer Gastgeber sehr hilfreich, um die Eindrücke zuordnen zu können.
Abschließend kehrten wir im zu einem Brauhaus umgebauten ehemaligen Volksbade von Wuppertal ein.

Unser Dank …
… gilt unseren sehr netten Sportkameraden aus Langenberg, die uns unvergessliche Tage bereiteten, sowie unserem Hauptverein FC Eintracht Bamberg 2010, der sofort bereitwillig der Initiative von unserem Georg „Schorsch“ Weber entsprach, seinen Kleinbus zur Verfügung zu stellen, wodurch die Fahrt, noch mehr die Rückfahrt mit sechs Personen, wesentlich angenehmer wurde.

 (PHa, HHu)

 
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